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Von der Bundeswehr in die Kommunalverwaltung
- Lehrgangsstart für ehemalige Soldaten am Niederlausitzer Studieninstitut


Lübben. Für 22 Soldatinnen und Soldaten begann am vergangenen Montag (3.) ein neuer Lebensabschnitt. Nach mindestens vier Jahren Dienstzeit bei der Bundeswehr nutzen diese nun die Gelegenheit, sich durch einen neunmonatigen Intensivkurs am Niederlausitzer Studieninstitut für kommunale Verwaltung (NLSI) für eine Tätigkeit in einer Gemeinde-, Stadt- oder Kreisverwaltung zu qualifizieren. Der Unterricht findet nun in den kommenden Wochen in den Räumen des Bildungszentrums des NLSI im Lübbener Ortsteil Steinkirchen statt.

Zu Beginn ihres ersten Unterrichtstags wurden die Teilnehmenden von Johannes Hoff vom Berufsförderungsdienst der Bundeswehr Berlin und der stellvertretenden Studienleiterin des NLSI, Gundula Grönke, begrüßt. Anschließend folgte die erste Lehrveranstaltung im Fach „Organisation“ unter der Leitung des Dozenten Alois Bosman.
Neben dem Theorieunterricht, der im Wesentlichen von Rechtsfächern bestimmt wird, warten noch drei Praktika-Blöcke in brandenburgischen Kommunalverwaltungen auf die Teilnehmenden, die hierbei Gelegenheit bekommen sollen, ihr frisch erworbenes Wissen in die Praxis umzusetzen.

Beim NLSI handelt es sich um einen von Landkreisen und zwei kreisfreien Städten im Süden Brandenburgs getragenen kommunalen Zweckverband, welcher mit der Aus- und Fortbildung von Verwaltungspersonal beauftragt ist. Bereits Ende des vergangenen Jahres war das NLSI mit dem Berufsförderungsdienst der Bundeswehr, welcher die Soldaten auf dem Weg in eine zivile Karriere begleitet, eine entsprechende Kooperation eigegangen.
 
„Unser Ziel ist es, dem sich abzeichnenden Fachkräftemangel in den Kommunalverwaltungen, der durch den demografischen Wandel bedingt ist, entgegenzuwirken“, sagte Gundula Grönke. In den Kommunen seien vor allen Dingen Mitarbeiter mit einer hohen Fach-, Methoden- und Sozialkompetenz gefragt. Durch ihre Zeit bei der Bundeswehr handele es sich gerade bei ehemaligen Soldaten um eine vielversprechende Zielgruppe, da diese bereits über viele Erfahrungen verfügten und mit hierarchischen Strukturen bestens vertraut seien. „Dieses Wissen, kombiniert mit dem Input aus der Fortbildung am NLSI und den Praktikazeiten in den Verwaltungen werden die Basis für eine fundierte Fortbildung sein“, so Grönke weiter. „Darüber hinaus wird für den einen oder anderen die Zeit im Praktikum sicher bereits ein erster Vorgeschmack auf eine spätere Tätigkeit in einer Kommunalverwaltung sein.“

Johannes Hoff wünschte den Teilnehmenden im Namen des Berufsförderungsdienstes Ausdauer und Kraft bei der Teilnahme an den Lehrveranstaltungen sowie viel Erfolg bei der Abschlussprüfung. „Auch wünsche ich Ihnen, dass Sie Ihre Traumkommune in Brandenburg finden und hier heimisch werden“, so Hoff weiter. „Was das Niederlausitzer Studieninstitut anbetrifft, so gehe ich davon aus, dass sich die Fortbildung von Soldaten in Richtung Kommunalverwaltung fest etablieren wird und noch viele ehemalige Zeitsoldaten diesem Beispiel folgen werden“, schloss Hoff.



Johannes Hoff vom Berufsförderungsdienst Berlin (2. v. l.) und Gundula Grönke (l.), stellvertretende Studienleiterin am Niederlausitzer Studieninstitut eröffneten am Montag einen Lehrgang für ehemalige Soldaten. Ziel ist es, diese für eine Tätigkeit in einer Kommunalverwaltung fortzubilden. Foto: NLSI.